A dying man needs to die, as a sleepy man needs to sleep, and there comes a time when it is wrong, as well as useless, to resist.
Es gibt keine Bestimmung "von oben", wie lang eines jeden Lebensspanne zu sein hat. Die Seele oder auch das Hohe
Selbst hat zwar einige Vorgaben gemacht, in welche Umgebung, zu welchen Eltern ein Aspekt ihrer selbst inkarniert,
und vor welche Lernaufgaben ihn das voraussichtlich stellen wird, aber ab dem Punkt der Geburt ist der Aspekt, also
der Mensch, sich selber überlassen. Wenn auch immer mit dem ganz Hohen verbunden, ist jedoch der Mensch sich dessen
selten bewußt. Nichtsdestotrotz funktioniert diese Verbindung. Und eines Tages dann, auf den Höheren Ebenen wird
beschlossen, daß nun genug gelebt ist. Wenn nichts weiter zu erfahren ist, wenn es nichts mehr gibt, was das Interesse
des Menschen mehr reizt, wenn keine Entwicklung mehr in Aussicht ist, dann ist das Leben einfach erfüllt, fertig,
Schluß. Wenn Seele und Mensch übereinstimmen, dann wird so etwas wie ein Todeshormon freigesetzt. Allerdings ist das
keineswegs ein Hormon, das man im Körper nachweisen könnte. Was es auch immer sein mag, der Sterbeprozeß beginnt. In
der Regel dauert dies ein halbes bis dreiviertel Jahr.
In der Zeit beginnt der Mensch, sich mehr und mehr in sich zurückzuziehen. Er hat weniger Interesse, sich nach außen
und anderen Menschen zuzuwenden. Er spricht dagegen oft von früher, und das ist ein ganz wichtiges Element, das die
Personen in der Umgebung des Sterbenden nicht zu unterdrücken versuchen sollten. Es ist einfach notwendig für ihn,
sich mit seinem Leben auseinanderzusetzen, ein Resümee zu ziehen, Bewertungen vorzunehmen und dergleichen. Als Familie
oder Nahestehender kann man dies unterstützen, indem man einfach zuhört und eventuell einige Fragen stellt, um diesen
Prozeß zu unterstützen. Es ist ein Liebesdienst, den man seinen Angehörigen erweisen kann.
Je näher jemand dem Tod, so wie er in unserer Gesellschaft definiert wird, kommt, desto hellsichtiger wird er. Er
weiß oft Dinge, die ihm niemand erzählt hat, er hat Kontakt zu seinem Sterbehelferteam von der anderen Seite, die von
dort aus den Übertritt aus dem Körper vorbereiten, er sieht auch Aspekte anderer Menschen, die nicht körperlich
anwesend sind.
Als Beispiel dient hier meine Großmutter. Als sie im Sterben lag, bekam meine Mutter ein Telegramm. Da wir nicht mal
eben hinfahren konnte, weil es zu weit war, sagte meine Mutter uns, daß wir jetzt alle an Oma denken sollten, was wir
auch taten. Später erzählte meine Tante uns, daß unsere Großmutter uns Kinder und unsere Mutter an ihrem Krankenbett
hat stehen sehen, obwohl wir doch nur an sie gedacht hatten. Das Denken sendet einen Aspekt aus, der nun von einem
Menschen gesehen werden kann, wenn dessen Schleier zwischen dem Hier und dem Jenseits dünner wird.
In früheren Zeiten war Sterben sehr viel leichter als heutzutage. Man wählte einfach, aus dem Körper zu gehen, wenn
es Zeit war. Der Körper konnte danach noch tagelang leben, obwohl das Bewußtsein, das wir sind, den Körper bereits
verlassen hatte. Doch seitdem die Kirchen uns erzählen von Schuld und Sühne, von jüngstem Gericht, von Hölle und
Verdammnis, seitdem krallen sich die Menschen geradezu in ihrem Körper fest, aus Angst vor dem Unbekannten, vor dem
sie sich fürchten. Das ist alles Unsinn. Es gibt kein Gericht, niemand wird je gerichtet werden, es sei denn, er
glaubt daran. Und dann ist er selber es, der sich richtet. Wenn einer an die Hölle glaubt und daran, daß er sie wohl
verdient hat, dann wird genau das nach dem Austritt aus dem Körper auch geschehen. Wenn ihm allerdings klar ist, daß
diese Geschichten der Kirchen nur dazu dienten, die Menschen klein und gefügig zu halten, um die Macht und den
Reichtum des Klerus zu stärken, dann dürfte klarwerden, daß es sich bei solchen Vorstellungen um Machtmittel und
Machtmißbrauch handelt.
Noch einmal: Es gibt kein Gericht, keine Strafen, keine Verdammnis, keine Hölle und nichts, was jemanden ängstigen
müßte. Es sind Geschichten, die Männer benutzt haben, um Macht auszuüben. Bedenke, der Papst in früheren Zeiten war
der mächtigste Mann der Erde, der König der Könige, denn er war es, der einen Menschen zum König über andere Menschen
machte oder gar zum Kaiser. Die Könige fürchteten den Papst. Wieso wohl? Und damit wurde von oben, vom Papst über
den Adel bis zum Dorfpfarrer diktiert, wovor die "kleinen Leute" sich auch zu fürchten hatten.
Es kommt also zum Austritt aus dem Körper. Zu diesem Zeitpunkt hat der Sterbende schon seit Tagen kaum mehr Angst.
Seine Wahrnehmungen sind geschärft, er hat Kontakt mit den Engeln (die auch nur Menschen ohne Körper sind, oder
anders herum: Wir sind alle Engel, nur in verkörpertem Zustand heißen wir Mensch, ohne Körper sind wir wieder Engel!
Also läßt er irgendwann seinen Körper los. In diesem Zustand empfindet er alles wie in einem Traum. Er versteht nicht
wirklich, daß der Körper, der dort im Bett liegt, sein eigener Körper ist. Er fühlt, daß die nahen Verwandten
bestürzt und verzweifelt sind, er versucht vielleicht, sie zu erreichen und begreift aber nicht, wieso sie ihn nicht
sehen oder hören können. Er irrt herum, versucht verzweifelt zu verstehen, was vor sich gegangen ist, und wo er sich
jetzt wohl befindet, denn seine früheren Vorstellungen vom Tod bleiben bestehen. Und die decken sich selten mit der
dann erlebten Wirklichkeit. Aus dem Körper zu gleiten, bedeutet noch lange nicht, plötzlich alles zu wissen oder
alles zu verstehen.
Diese Desorientierung kann vermieden werden, wenn der Mensch sich bewußter wäre, was nach dem sogenannten Tod kommt.
Solange diese unwahren Geschichten kursieren, ist Orientierungslosigkeit vorprogrammiert. Oft wird also dem
Gestorbenen erst klar, was passiert ist, wenn seine Beerdigung naht. Viele sind dann geradezu erleichtert, denn jetzt
verstehen sie erst, daß sie tot sind. Und sie sind hocherfreut, daß sie sich immer noch quicklebendig vorfinden. Sie
sind jetzt bereit, den Ort ihres letzten Lebens und ihre Lieben zu verlassen, um sich umzusehen, zu erkunden, wo sie
sich jetzt wohl befinden, und wie es weitergehen mag.
Wenn sie das Glück hatten, mit einem Sterbebegleiter verabredet zu sein, dann hat der sich spätestens beim Übertritt
aus dem Körper eingefunden und den Menschen durch diese erste Phase der Verwirrung bereits begleitet. Es ist für die
meisten "Toten" sehr tröstlich, jemanden an ihrer Seite zu haben, mit dem sie reden können. Sie sind nicht ganz allein
in diesem bedrückenden und orientierungslosen Zustand. Sind sie also in Begleitung, damit kann jetzt nach der
Beerdigung der Gang durch die Dimensionen beginnen. Der Sterbebegleiter kennt den Weg. Sie verbinden sich beide, das
heißt, sie verbinden ihre Energien miteinander, so daß der Begleiter die Energien des Gestorbenen mit in seinen
Körper aufnimmt, um diese Energie allmählich auf eine hohe Schwingungsfrequenz zu transformieren, was dem Gestorbenen
die Möglichkeit gibt, die Hohen Engelsreiche wahrzunehmen. Dort trennen sie sich wieder. Das ist der Weg, wenn man es
mit dem logisch-rationalen Hirn betrachtet. Auf der anderen Ebene sieht das ganze anders aus, und das ist auch, was
der Gestorbene erlebt.
In der illusionären Welt der vierten Dimension begeben sich beide, der Gestorbene und sein Begleiter, auf den Weg.
Eigentlich sieht alles so aus, wie auf der Erde. Der Mensch hat dieselben Glaubenssätze, dieselben Vorstellungen,
Begrenzungen, dasselbe Wissen, dieselben Ängste und dasselbe Aussehen... alles ist genauso wie auf der Erde, nur hat
er keinen materiellen Körper mehr, und alles andere ist ebensowenig materiell. Und diese sogenannte vierte Dimension
oder die erdnahen Bereiche, wie sie auch genannt wird, funktioniert ein wenig anders. Dort manifestiert sich alles
umgehend! Stellt man sich ein Haus vor, findet man es an der nächsten Ecke. Hat man Ängste in seinem Leben gehabt
bspw. vor Einbrechern, dann wird man hier mit Einbrechern ziemlich zu kämpfen haben, denn sie finden sich unverzüglich
ein. Sie sind reine Illusion, aber das ist für den, der diese Illusion erzeugt, nicht zu bemerken.
Ich kann die Wirkungsweise dieser illusionären Welt am besten durch ein Beispiel belegen, das ich in einem Traum
erlebt habe, während ich einen Menschen durch diese Dimensionen führte. Ich sah mich vor einer Wand stehen, ich wollte
eine Münze mit einer Nadel an die Wand pinnen. Oh ja, das geht hier, wenn man es nur glaubt! Es ist nicht materiell,
also geht alles! Ich merkte, daß da, wo ich einstechen wollte, bereits ein kleines Löchlein war, vielleicht von einem
Nagel, der dort mal gesteckt haben mochte. Ich besah mir dieses kleine Löchlein näher. Wie jeder weiß, wird das, was
man "näher betrachtet", auch größer. Plötzlich war das Loch so groß, daß man einen Flaschenkorken hineinstecken könnte.
Ich sah durch das Loch in den Nebenraum. Das Loch war plötzlich fußballgroß. Und ich entdeckte gleich daneben noch
so ein großes Loch. Während ich also staunend die beiden Löcher betrachtete, vergrößerten sie sich auf das Vielfache.
Ich besah mir das Innere der Mauer und fragte mich, wo der Mörtel wohl hingerieselt sein mochte, ich hatte doch beim
Staubsaugen gar nichts bemerkt? Bei noch näherem Hinsehen verschwand die Mauer bis hinunter zur Fußleiste. Wir, d. h.
mein Begleiter und ich, gingen nach nebenan, um das Riesenloch vom anderen Raum aus zu betrachten, während ich
überlegte, wie ich das wohl meinem Vermieter klarmachen sollte, daß ich nicht bemerkt hatte, wie die ganze Wand
verschwand. Da zupfte mich mein Begleiter am Arm und deutete auf die Außenwand, wo unter einer Verkleidung ein
armdicker Mörtelstrahl hervorbrach.
Ein anderes Mal hatte ich mich auf einem anderen Walk wohl überreden lassen, von unserem Weg abzuweichen. Das sollte
ich tunlichst lassen, denn für mich besteht die Gefahr, mich in dieser Welt zu verlieren, was bedeutet, daß ich hier
in unserer 3D-Welt sterben würde, wenn ich nicht zurückfinde. Mir schien es wohl nicht so gefährlich, ein paar Meter
abzuweichen und so stiegen wir von unserem Bahndamm, der auf einer Anhöhe entlang führte, hinunter in den uns
umgebenden Urwald, weil mein Begleiter dort ein Haus gesehen hatte, das wir uns mal ansehen wollten. Wir fanden es
leer vor, kein Bewohner, aber das Haus war voll eingerichtet. Wir besahen uns einen Raum nach dem anderen, bis mir
plötzlich einfiel, daß ich meinen Weg ja nicht verlassen sollte. Eine leise Angst beschlich mich, ich machte mich auf,
wieder nach draußen zu kommen und zurück auf meinen Weg. Da sah ich plötzlich Männer mit Maschinenpistolen im Gebüsch
um mich her. Meine Angst wurde größer, was unmittelbar dazu führte, daß eine Menge Hubschrauber mit Guerillakämpfern
auftauchten, die sich zu Hauf an Seilen aus den Hubschraubern herabließen und im Djungelgrün verschwanden. Ich rannte,
so schnell ich konnte, mit wild klopfendem Herzen zu meinem "sicheren" Bahndamm zurück.
Eine andere friedlichere Begebenheit ereignete sich auf einem Walk mit einem wundervollen Menschen, der so
ungewöhnlich liebevoll ist, daß mir immer noch ganz warm ums Herz wird, wenn ich daran denke. Wir machten Rast, was
wir immer machen, wenn ich meinem Klienten die tägliche Stunde intensiven Kontaktes widme, die zu dieser Art
Begleitung dazugehört. Ich fand mich auf einer Anhöhe wieder, ein Hügel, auf dem ein einsamer Baum wuchs, der von
einer runden Bank umgeben war. Wir setzten uns und nach einer Weile stand ich auf, ging ein paar Schritte und besah
mir die Aussicht, eine kleine Stadt in der Ferne im Abendsonnenlicht, alles ruhig und friedlich. Ich dachte: "Was für
eine schöne Welt der R. sich da erschaffen hat!"
Plötzlich kommt ein Hubschrauber auf uns zugeflogen. Ich erschrecke etwas, weil ich Hubschrauber aus Träumen kenne,
wo sie mich verfolgen und schwarz und spitz sind, wie beim "Air Wolf" im Fernsehen. Aber der hier ist rund und
kugelig, ein normaler Hubschrauber. Ich winke mal rauf, plötzlich kommt etwas heruntergeflogen, eingewickelt in
weißes Papier! Ein Strauß Rosen! Rote Rosen! Ich stecke R. eine davon ans Revers und setze mich wieder zu ihm. Und da
erst geht mir auf, daß es doch seine Welt ist, die ER kreiert! Er hat mir einen Strauß Rosen kreiert, der vom Himmel
fällt!
Es war ein ganz bezaubernder Walk mit ihm. So einen lieben, wunderbaren Menschen hab ich hier auf Erden selten
zu sehen bekommen. Er ist schon was Besonderes! Ich gönne es ihm von ganzem Herzen, daß er in die Hohen Bereiche
gehen kann!
Das sind nur wenige Beispiele, wie illusionär es in den erdnahen Bereichen zugeht. Wir gehen darüber hinaus, quer
durch die Dimensionen, durch die kristallinen Bereiche bis zur Brücke, auf deren Mitte noch einmal für den Gestorbenen
eine Transformation stattfindet, bevor wir uns verabschieden und die Engel ihn in Empfang nehmen, und er sich dann
wieder mit seinem ganz Hohen Selbst verbinden kann.